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Gehalt in Spedition und Logistik: was den Unterschied macht

Tarifbindung, Verkehrsträger, Sprachen und Verantwortung als Einflussgrößen.

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Tarifverträge in der Branche

Für das Speditions- und Logistikgewerbe verhandelt ver.di Tarifverträge auf Landesebene mit regionalen Arbeitgeberverbänden. Es gibt getrennte Regelungen für gewerbliche Beschäftigte wie Lagerpersonal und für kaufmännische Angestellte. Ob ein solcher Tarif auf deine Stelle anwendbar ist, hängt von der Tarifbindung des Betriebs oder einer Bezugnahme im Arbeitsvertrag ab.

Was dein Gehalt nach oben oder unten verschiebt

  • Verkehrsträger: Luft- und Seefracht verlangen andere Kenntnisse als der nationale Landverkehr.
  • Sprachen: Englisch ist in internationalen Abteilungen Alltag, weitere Sprachen helfen im Osteuropa- oder Skandinavienverkehr.
  • Zoll und Gefahrgut: Wer Ausfuhranmeldungen oder Gefahrgutpapiere sicher erstellt, übernimmt Aufgaben, die nicht jeder im Team kann.
  • Verantwortung: Kundenbetreuung mit eigenem Umsatz oder die Leitung einer Niederlassung wird anders bewertet als Sachbearbeitung.
  • Region: Große Umschlagplätze und Hafenstandorte haben einen anderen Arbeitsmarkt als ländliche Regionen.

Gehälter auf dieser Seite

Beispiele:

35.000–48.000 € brutto/Jahr
Disponent / Speditionskaufmann (m/w/d) - Voll- und Teilzeit, Premium Food Group, Hannover und Umgebung
38.000–52.000 € brutto/Jahr
Disponent für Logistik und Spedition (m/w/d), Zschiegner Transporte e.K., Köln
32.000–42.000 € brutto/Jahr
Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d) Vollzeit Logistik Lager Fachlagerist, Von Guttenberg GmbH Möglingen, Stuttgart und Umgebung

Ob Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder Zuschläge für Schichtarbeit dazukommen, steht im Tarif- oder Arbeitsvertrag. Frag im Gespräch konkret danach. Auch eine betriebliche Altersvorsorge, Zuschüsse zum Jobticket oder Weiterbildungen auf Kosten des Arbeitgebers gehören zum Gesamtpaket und lassen sich beim Vergleich von Angeboten leicht übersehen.

Kaufmännisch oder gewerblich

Im Büro arbeitest du in der Regel zu festen Bürozeiten, in der Disposition kommen oft Früh- und Spätdienste oder Rufbereitschaft am Wochenende dazu. Im Lager ist Schichtarbeit verbreitet, teilweise auch nachts, weil Sendungen über Nacht umgeschlagen werden. Diese Unterschiede wirken sich auf Zuschläge und auf dein Privatleben aus. Auch Homeoffice ist in der Disposition und Sachbearbeitung manchmal möglich, im Lager dagegen nicht. Überlege vorher, welches Modell für dich passt, und frag gezielt nach dem Dienstplan der Abteilung.

Entwicklung mit wachsender Erfahrung

Nach einigen Jahren übernehmen viele Speditionskaufleute eigene Kunden oder Relationen, also feste Verbindungen zwischen zwei Regionen. Weitere Schritte sind die Teamleitung in der Disposition, die Leitung einer Abteilung oder einer Niederlassung. Für solche Aufgaben erwarten Arbeitgeber oft eine Fortbildung wie den Fachwirt für Güterverkehr und Logistik. Andere spezialisieren sich auf Zollabwicklung, Projektladungen oder Vertrieb und bauen so ein Profil auf, das am Markt gesucht ist.

Gespräch vorbereiten

Notiere vor dem Gespräch, welche Verkehre, Kunden und Systeme du bereits kennst. Konkrete Angaben wie die Zahl der Sendungen, die du täglich abgewickelt hast, oder die Länder, die du betreut hast, machen deine Erfahrung vergleichbar und geben dir eine Grundlage für die Gehaltsfrage. Informiere dich vorher, ob der Betrieb tarifgebunden ist, und nenne eine realistische Spanne statt einer einzelnen Zahl.

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