speditionskarriere
Ratgeber

Speditionskaufmann, Disponent oder Lagerfachkraft: wer was organisiert

Drei Rollen, die in jeder Spedition zusammenspielen, im direkten Vergleich.

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Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung

Speditionskaufleute verkaufen und organisieren Transporte. Sie kalkulieren Angebote, buchen Frachtraum bei Reedereien, Airlines oder Frachtführern, erstellen Transport- und Zolldokumente und halten Kontakt zu Kunden. Je nach Betrieb liegt der Schwerpunkt auf Landverkehr, Seefracht, Luftfracht oder Kontraktlogistik. Ein großer Teil der Arbeit dreht sich um Abstimmung: mit Kunden, die einen Termin brauchen, und mit Partnern, die den Transport tatsächlich durchführen. Die duale Ausbildung heißt offiziell Kaufmann oder Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung und dauert drei Jahre.

Disposition: Touren planen und steuern

Disponenten planen, welcher Lkw welche Sendung fährt, und reagieren auf Staus, Ausfälle oder kurzfristige Aufträge. Sie arbeiten mit Telematik und Transportmanagementsoftware und sprechen den ganzen Tag mit Fahrern, Kunden und Partnern. Dabei achten sie auch auf die Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer, damit eine Tour rechtlich machbar bleibt. Einen eigenen Ausbildungsberuf gibt es dafür nicht. Viele Disponenten sind Speditionskaufleute, andere kommen nach Jahren am Steuer aus dem Fahrdienst ins Büro.

Lagerlogistik: Waren bewegen und verwalten

Im Lager nehmen Fachkräfte Waren an, prüfen Mengen und Schäden, lagern ein und kommissionieren Aufträge. Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik dauert drei Jahre, zum Fachlageristen zwei Jahre.

MerkmalSpeditionskaufmannDisponentFachkraft Lagerlogistik
KernaufgabeAufträge verkaufen und abwickelnFahrzeuge und Touren steuernWaren annehmen, lagern, versenden
Weg dorthinAusbildung, 3 Jahrekaufmännische Ausbildung oder FahrpraxisAusbildung, 3 Jahre
ArbeitsplatzBüro, viel Telefon und E-MailBüro, oft mit Früh- und SpätdienstHalle, oft im Schichtbetrieb

Typische Arbeitgeber

  • Speditionen und Logistikdienstleister, vom Familienbetrieb mit eigenem Fuhrpark bis zum internationalen Netzwerk
  • Luftfrachtspeditionen an Flughäfen und Seefrachtspeditionen in Hafenstädten
  • Industrie- und Handelsunternehmen mit eigener Versandabteilung, die Transporte bei Spediteuren einkaufen
  • Kontraktlogistiker, die für einen Kunden ein ganzes Lager betreiben

Auf Verladerseite arbeitest du eher im Einkauf von Transportleistungen, beim Dienstleister eher im Verkauf und in der Abwicklung. Beides ist ein guter Einstieg, die Perspektive auf die Sendung ist nur eine andere.

Wie die Rollen zusammenhängen

In kleinen Speditionen übernimmt eine Person oft Verkauf und Disposition zugleich. In großen Logistikkonzernen sind die Aufgaben stärker getrennt, dafür gibt es mehr Spezialisierung, etwa auf Zoll, Gefahrgut oder bestimmte Branchen. Lies in der Anzeige genau, welcher Verkehrsträger gemeint ist, denn Seefracht und Landverkehr unterscheiden sich im Alltag stark. In der Seefracht arbeitest du mit Buchungen bei Reedereien, Containerfristen und Hafenterminals, im Landverkehr mit Lkw-Kapazitäten, Ladezeiten und kurzfristigen Änderungen am selben Tag.

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